Der Devisenmarkt, der als FOREX oder einfach FX bezeichnet wird, ist ein globaler Markt für den Handel mit Devisen. Bei einem täglichen Handelsvolumen von mehr als 3 Billionen US$ ist er der größte und dynamischste Markt der Welt. Der Devisenhandel ist einfach. Ganz gleichgültig, ob Sie am Flughafen für 100 EUR US-Dollar kaufen oder ob eine Bank 100 Millionen US-Dollar in Japanische Yen eintauscht, in beiden Fällen handelt es sich um Devisengeschäfte. Zu den Beteiligten am Devisenmarkt gehören nicht nur große Finanzunternehmen, die mehrere Milliarden verwalten, sondern auch Privatpersonen, die mit wenigen hundert Dollar handeln.
Das Volumen, die Dynamik und die Möglichkeiten auf dem Devisenmarkt sind wirklich enorm. Einige sagen sogar, dass der Devisenmarkt ein nahezu perfekter Markt sei: alle Trader, ganz egal, ob sie Privatpersonen oder große Banken sind, handeln zu den gleichen Bedingungen und haben Zugang zu den gleichen Informationen. Der Markt bietet eine ungegrenzte Liquidität - man kann immer kaufen und verkaufen und es gibt keine Zugangsbarriere.
Dank der Möglichkeiten, die das Internet bietet, kann man auf dem Forex-Markt Trading betreiben, ganz genau wie die Trader der größten Banken und Investmentfonds.
Man benötigt nur einen Computer mit Internetzugang und ein Trading-Konto bei einem FOREX-Broker.
Auf dem Devisenmarkt werden Währungen gegen andere Währungen eingetauscht. Die einzige wichtige Größe auf dem Devisenmarkt ist der Wechselkurs zwischen zwei Währungen (Währungspaar). In der Zeitung oder auf einer Anzeigetafel haben Sie das bestimmt schon einmal gesehen:
| Währungpaar | Devisenkurs |
|---|---|
| EUR/USD | 1,4515 |
| GBP/USD | 1,6430 |
Die Wechselkurse ändern sich fast jede Sekunde. Rund um die Uhr, an fünf Tagen der Woche, ist immer etwas los. Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Wechselkurs die Gesundheit der Wirtschaft des jeweiligen Landes bzw. der jeweiligen Zone widerspiegelt. Wenn zum Beispiel die Wirtschaft Europas stärker ist als die der USA, dann steigt der Kurs des Euros im Vergleich zum US-Dollar (EUR/USD ↑) und umgekehrt.
Hier ein Beispiel für einen Forex-Trade. Sie entschließen sich zum Kauf von 1000 Euro gegen US-Dollar. Der Wechselkurs EUR/USD, zu dem Sie KAUFEN, liegt bei 1,4500, also zahlen Sie 1.450 US$.
10 Tage später liegt der Wechselkurs EUR/USD für den VERKAUF von Euro gegen US-Dollar bei 1,5500. Sie verkaufen Ihre 1.000 € und erhalten 1.550 US$. Aus einer anfänglichen Investition in Höhe von 1.450 US$ sind 1.550 US$ geworden – Sie haben also einen Gewinn in Höhe von 100 US$ gemacht.
So einfach ist es also, auf dem Forex-Markt Geld zu machen. In der Praxis brauchen Sie zur Durchführung dieser Transaktion nur wenige Klicks.
Wenn Sie sich die Kursangaben auf der Trading-Plattform anschauen, werden Sie bemerken, dass für jedes Währungspaar zwei Kurse angegeben sind. Der eine Kurs gibt an, zu welchem Kurs Sie kaufen, und der andere, zu welchem Kurs Sie verkaufen können. In der Fachsprache wird der Kurs zu dem Sie kaufen können (Verkaufskurs) als „Briefkurs“ oder „Ask Price“ und der Kurs zu dem Sie verkaufen können (Kaufkurs) mit „Geldkurs“ oder „Bid Price“ bezeichnet. Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen ist der „Spread“ [engl. Spanne]. Der Briefkurs ist immer höher als der Geldkurs. So machen also die Devisen-Broker ihr Geld – über den Spread bei den einzelnen Trades.
Oder: Wie kann man seinen Einsatz verhundertfachen?
Dies ist einer der großen Vorteile beim Devisenhandel: Wenn Ihr Devisen-Broker beispielsweise ein Leverage von 1:100 anbietet, dann können Sie mit 100 Mal mehr Geld handeln, als Sie tatsächlich einsetzen. Das bedeutet, dass Sie für den Kauf von 100.000 EUR/USD, nur 1.000 EUR benötigen. Den Rest für diesen Trade erhalten Sie von Ihrem Broker als Darlehen. Dank dieser Hebelwirkung (leverage effect) können Sie mit 100 Mal mehr Geld handeln als Sie tatsächlich besitzen, wodurch Sie auch 100 Mal höhere Gewinne erzielen können. Allerdings können auch die Verluste 100 Mal höher ausfallen, Sie müssen also Vorsicht walten lassen. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass der Leverage das Ergebnis Ihrer Trades um 100 multipliziert. Die Geldmittel, die Sie auf Ihrem Trading-Konto hinterlegen, werden „Margin“ genannt und dienen zur Deckung möglicher Verluste. Während Ihre potenziellen Gewinne bei einem Leverage-Trade praktisch unbegrenzt sind, sind etwaige Verluste auf Ihre Margin begrenzt. Daher kann niemals die Situation eintreten, dass ihr Konto einen negativen Saldo aufweist und Ihnen dadurch Verbindlichkeiten entstehen.
Eröffnen Sie zunächst ein kostenloses Demokonto und melden Sie sich an. Wählen Sie dann ein Währungspaar (z.B. EUR/USD), wählen Sie eine Anzahl und klicken dann auf die Schaltfläche KAUFEN, und schon sind Sie im Spiel! An diesem „Spiel“ nehmen Millionen Personen auf der ganzen Welt teil. Falls der EUR/USD-Kurs nach oben geht, machen Sie Gewinn. In dem Fenster „Offene Positionen“ können Sie schauen, wie hoch Ihr Gewinn ausfällt. Sie können diese Position so lange halten, wie Sie möchten. Und wenn Sie meinen, Sie haben genug verdient, schließen Sie Ihren Trade einfach, indem Sie auf das X in dem Fenster „Offene Positionen“ klicken.
In dem obigen Beispiel setzen wir darauf, dass der EUR im Vergleich zum USD steigen wird, daher haben wir EUR/USD gekauft, in der Hoffnung, dieses Währungspaar später zu einem höheren Kurs zu verkaufen. Dies nennt man eine „Long Position“. Aber was sollte man tun, wenn man erwartet, dass der EUR im Vergleich zum USD fallen wird? Nun, in diesem Fall sollte man genau das Gegenteil tun - man verkauft EUR/USD, in der Erwartung, es später zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen. Beim Short-Trading können Sie auch bei fallenden Wechselkursen Geld verdienen. Hier ein Beispiel:
| Aktion | Position | EUR/USD Kurs | Endergebnis (USD) |
|---|---|---|---|
| Sie erwarten, dass der EUR/USD Kurs in den nächsten Tagen fallen wird. | 0 | ||
| Sie VERKAUFEN 100.000 EUR/USD. | -100 000 | 1,4312 | |
| Wenige Tage später entschließen Sie sich zum Schließen der Position und nehmen Ihren Gewinn mit, indem Sie 100.000 EUR/USD kaufen. | +100 000 | 1,4282 | |
| Ergebnis: | 0 | 300 |
Der Forex-Markt ist 24 Stunden an 5 Tagen der Woche geöffnet. Niemand erwartet, dass Sie die Kurse in dieser ganzen Zeit ständig beobachten. Dennoch können Sie zahlreiche Deals abschließen, ohne ständig vor Ihrem Computer hocken zu müssen. Wie geht das? Ganz einfach, indem man „Schwebende Aufträge“ benutzt. Teilen Sie uns einfach mit, ob Sie KAUFEN oder VERKAUFEN möchten, und zu welchem Kurs. Sobald der von Ihnen festgelegte Kurs erreicht wird, wird die Plattform den gewünschten Deal automatisch ausführen.
Auch das Schließen von offenen Trades ist über die Benutzung „Schwebender Aufträge“ möglich. Probieren Sie es am besten selbst einmal aus. Klicken Sie auf die Position EUR/USD, die Sie zuerst eröffnet haben. Diese befindet sich im Fenster „Offene Positionen“. Ein schwebender Auftrag entsteht. Geben Sie einfach Ihren Ausstiegskurs ein und wählen Sie die Gültigkeitsdauer für Ihren Auftrag („Good For Day“ = GFD, also „tagesgültig“ oder „Till cancelled“ = GTC, also „bis auf Widerruf“ und klicken Sie auf „Bestätigen“.
Schwebende Aufträge zum Schließen von Positionen mit Gewinn werden als „Limit Auftrag“ bezeichnet. Die Aufträge zur Vermeidung von Verlusten und zum Schließen Ihrer Position bei einem bestimmten Verlust werden als „Stop Auftrag“ bezeichnet. Falls Sie für eine Position gleichzeitig eine Stop- und eine Limit Auftrag setzen möchten, steht Ihnen die OCO-Aufträge (One cancels the other = eine Order storniert die andere) zur Verfügung.
Nun wissen Sie, wie man zu Marktkursen KAUFEN und VERKAUFEN kann und wie man schwebende Aufträge platziert. Als Anfänger braucht man nicht mehr zu wissen. Falls Ihnen das bis hierher gefallen hat, sollten Sie am Ball bleiben und herausfinden, wie man zukünftige Marktbewegen vorhersagen kann. Lesen Sie sich dazu bitte die Ausführungen in der Rubrik „Trading erlernen“ durch.
Wir haben einige nützliche Tipps für Sie zusammengestellt:
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