Sie kommen nicht oft vor, aber wenn sie da sind, kann es im Depot schmerzhaft werden: Bärenmärkte! Hier erfährst du, wie sie entstehen, warum sie zur Börse dazugehören und wie du dein Portfolio darauf vorbereitest.
Das Wichtigste in Kürze
Definition: Ein Bärenmarkt bezeichnet eine Phase, in der die Kurse fallen und Investoren erwarten, dass es weiter abwärts geht.
Psychologie: Ein Weg, Bärenmärkte zu verstehen, ist das Modell der "Phasen einer Blase". Zuversichtliche Anleger treiben die Preise im Bullenmarkt zu hoch, das "Smart Money" (Profis) verkauft langsam, und plötzlich folgt die Herde.
Perspektive: Ein Blick auf vergangene Bärenmärkte und deren Dauer hilft, die Panik vor roten Zahlen im Depot zu lindern.
Was genau ist ein Bärenmarkt?
Ein Bärenmarkt ist ein Zeitraum, in dem sich der Aktienmarkt in einem deutlichen Abschwung befindet. Für dich als Anleger bedeutet das: Vorsicht ist geboten.
Zwar gibt es auch im Bärenmarkt einzelne Aktien, die steigen, und es gibt Tage oder Wochen der Erholung – sogenannte Bärenmarktrallyes. Aber im Durchschnitt (und über den breiten Markt hinweg) fallen die Kurse.
Aktien gehen rauf und runter – na und?
Investieren bedeutet immer Unsicherheit. Du kannst nie sicher sein, ob eine Aktie nach dem Kauf steigt. Du kannst nur dein Bestes geben, in solide Unternehmen zu investieren, die einen echten Mehrwert bieten, und das zu einem vernünftigen Preis. In einem Bärenmarkt ist diese Unsicherheit jedoch deutlich höher als sonst.
Betrachten wir das statistisch:
Beispiel
Der Bullenmarkt Stell dir vor, der gesamte Aktienmarkt besteht aus nur 10 Aktien. Es herrscht ein Bullenmarkt: 7 Aktien steigen, 3 fallen. Du hast genug Kapital, um 5 davon zu kaufen.
Du fühlst dich vielleicht immer noch etwas unsicher, aber du kannst vernünftigerweise erwarten, dass die Mehrheit deiner 5 Aktien im Wert steigt, weil die Mehrheit des Gesamtmarktes steigt. Du bleibst also investiert.
Aber was, wenn sich das Ganze umdreht?
Beispiel
Der Bärenmarkt Jetzt dreht sich das Blatt: Es ist Bärenmarkt. 7 der 10 Aktien fallen. Es ist nun unmöglich, dass alle deine 5 Aktien steigen – die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du mehr Verlierer als Gewinner im Depot hast. Das führt zu Verunsicherung über das, was du bereits besitzt, und hemmt dich, neues Geld zu investieren.
Blöd, oder? Nicht unbedingt.
Bärenmarkt vs. Bullenmarkt
Ein Bullenmarkt ist ein Markt, der über die Zeit steigt. Das heißt nicht, dass es jeden Tag bergauf geht. Indizes wie der DAX, der S&P 500 oder der MSCI World haben auch in guten Jahren rote Tage. Es geht um den Durchschnitt.
Der Bullenmarkt ist der "Normalzustand" der Börse. Deshalb lohnt es sich, langfristig zu investieren. Als langfristiger Anleger musst du jedoch lernen, sowohl Bullen- als auch Bärenmärkte auszusitzen.
Bärenmarkt vs. Korrektur
Nicht jede Phase fallender Kurse am Aktienmarkt erfüllt gleich die Definition eines Bärenmarktes. Das ist nur logisch, denn Märkte bewegen sich ständig für kurze Zeiträume nach oben, nach unten oder seitwärts.
Eine Korrektur ist ein eher kurzfristiger Rückgang, der meist Wochen oder Monate andauert. Auch wenn beides für Anleger schmerzhaft sein kann, ist ein Bärenmarkt typischerweise viel gravierender: Hier fallen die Preise um 20 % oder mehr von ihrem Höchststand. Korrekturen kommen häufiger vor und treten oft nach einer längeren Phase steigender Aktienkurse auf.
Bärenmarkt vs. Rezession
Obwohl beide oft auf sinkendem Vertrauen beruhen und gleichzeitig auftreten können, sind ein Bärenmarkt und eine Rezession zwei verschiedene Dinge.
Was wir bisher besprochen haben, ist der Zustand des Aktienmarktes, während eine Rezession die Gesamtwirtschaft betrifft. Von einer Rezession spricht man, wenn die wirtschaftliche Aktivität zurückgeht. Die klassische Lehrbuchdefinition einer Rezession sind zwei aufeinanderfolgende Quartale mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt (BIP).
Die 4 Phasen eines Bärenmarkts
Vielleicht hast du schon gehört, dass Märkte in Zyklen verlaufen. Der grundlegendste Zyklus von allen ist der Wechsel zwischen Bullen- und Bärenmärkten. Bullenmärkte verlaufen in Phasen, und auch Bärenmärkte haben ihre Phasen. Wahrscheinlich hast du das folgende Diagramm schon einmal gesehen. Es wurde von Dr. Jean-Paul Rodrigue erstellt, der es die „Phasen einer Blase“ nannte.
Bärenmarkt-Chart
Quelle: Dr. Jean-Paul Rodrigue
Dieses Diagramm funktioniert für den Gesamtmarkt, für ETFs und auf Einzelaktienebene, um die Stadien eines Marktzyklus zu beschreiben.
Lass uns zuerst über die erste Phase im Zyklus sprechen, den Bullenmarkt, um etwas Kontext für die letzte Phase, den Bärenmarkt, zu bekommen.
Warum entstehen Bullenmärkte?
Das sogenannte „Smart Money“ (das clevere Geld), das aus Unternehmensinsidern und Investoren mit engem Zugang zum Unternehmen besteht, beginnt nahe dem Boden zu kaufen, wenn die Preise niedrig sind. Das ist keine Verschwörung, sondern einfach die Realität.
Stell dir vor, du arbeitest bei ABC (A Bananas Company) – einer Firma, die Bananen verkauft. Es waren ein paar schlechte Monate, aber plötzlich bemerkst du, dass die Bestellungen für Bananen steigen. Du hörst dich etwas um und erfährst: Der Bananensplit feiert ein riesiges Comeback als Trend-Dessert. Natürlich kaufst du dir ein paar ABC-Aktien, denn all diese Bestellungen sollten zu höheren Gewinnen führen.
Ein Quartal später beginnen die Gewinne bei ABC zu steigen, also kaufen ein paar gewiefte externe Aktionäre als Reaktion auf die besseren Ergebnisse. Dadurch steigen die Aktien noch weiter. Jetzt schießt die Aktie etwas nach oben und erregt Aufmerksamkeit in den Medien. ABC wird in Blogs und im Fernsehen erwähnt, und Privatanleger, die diese Medien konsumieren, steigen ein. Jetzt hat die Aktie richtig gute Gewinne gemacht, die breite Öffentlichkeit bekommt Wind davon und der Kurs geht sprichwörtlich „durch die Decke“ (to the moon).
Warum entstehen Bärenmärkte?
Nach einer Weile merken du und deine Kollegen bei ABC (das Smart Money), dass nicht mehr alles so rosig ist wie zuvor. Der Aktienkurs preist mittlerweile ein gigantisches Gewinnwachstum ein. Du siehst zwar, dass die Bananenbestellungen noch gut sind, aber sie steigen nicht mehr in dem Tempo, das der Aktienkurs vermuten lässt. Du denkst dir: „Ich verkaufe meine Aktien und stecke die Gewinne ein.“ Da du und andere Insider mit ähnlichen Gedanken verkaufen, beginnt der Preis zu fallen.
Du ahnst, wohin das führt…
Die Geschäftszahlen werden veröffentlicht und verfehlen die Erwartungen, also beginnen auch die gewieften externen Investoren zu verkaufen. Dann sehen die Privatanleger, wie ihre Aktien an Wert verlieren, und fangen ebenfalls an zu verkaufen, was den Kurs eine weitere Stufe nach unten drückt. In diesem Stadium sind die Aktien stark gefallen und befinden sich in einem Bärenmarkt. Die breite Öffentlichkeit gerät in Panik und kapituliert (verkauft um jeden Preis). An diesem Punkt ist fast niemand mehr übrig, der noch verkaufen könnte, und der Aktienkurs stabilisiert sich – bis eines Tages Insider wieder eine Kaufgelegenheit sehen. Und der Zyklus beginnt von vorne.
Dies ist ein vereinfachtes Beispiel für einen Bärenmarkt, aber stell dir vor, dieser Prozess passiert tausendfach – dann hast du das Grundgerüst dessen, was Bullen- und Bärenmärkte verursacht. Der Pessimismus eines Bärenmarktes kann nur auf den Optimismus eines Bullenmarktes folgen. Die Gründe für den Pessimismus, der einen Bärenmarkt auslöst, ändern sich jedes Mal. Bärenmärkte können durch Angst vor einer wirtschaftlichen Rezession, Inflation, politische Unruhen usw. verursacht werden.
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Was wir aus historischen Bärenmärkten lernen können
Jeder Bärenmarkt ist einzigartig, aber sie ähneln sich alle auf eine gewisse Weise.
ZITAT
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich oft.
– Mark Twain
Dasselbe lässt sich über den Aktienmarkt sagen.
Egal, ob du gerade einen Bärenmarkt durchlebst oder vermutest, dass einer bevorsteht – es ist nützlich, sich historische Bärenmärkte anzusehen, um zu erkennen, was sich mit der Gegenwart „reimt“. An den folgenden Beispielen wirst du sehen, dass die Dauer eines Bärenmarktes stark variieren kann.
Historische Bärenmärkte im Überblick
Experten sind sich weitgehend einig, dass es seit der Weltwirtschaftskrise (Great Depression) 1929 etwa 26 Bärenmärkte gab. Hier ist eine kurze Zusammenfassung dessen, was auf Indexebene beim US-Leitindex Dow Jones passiert ist.
1929 Der Bärenmarkt von 1929 begann, als der Markt am 3. September 1929 seinen Höchststand erreichte, kurz vor dem Börsencrash, der in Deutschland als Schwarzer Freitag bekannt ist. Gemeint ist der 25. Oktober 1929, an dem die Nachricht die europäischen Börsen erreichte. An der Wall Street war es bereits der 24. Oktober, weshalb der Crash dort als „Black Thursday“ bekannt ist. Der Dow verlor schließlich 90 % seines Wertes innerhalb der nächsten drei Jahre, bevor er am 8. Juli 1932 seinen Boden fand.
2008 Der zweitgrößte Bärenmarkt – den die meisten von uns miterlebt haben – war die Finanzkrise 2008. Der Dow Jones erreichte seinen Höhepunkt im Oktober 2007 und fand seinen Boden im März 2009, nachdem er 53 % gefallen war. Entscheidend ist jedoch: Der Index brauchte bis März 2013, um den Höchststand von 2007 wieder zu erreichen. Wer also das Pech hatte, 2007 am Hochpunkt zu kaufen, hatte seine Verluste erst fünfeinhalb Jahre später wieder wettgemacht.
1973 Der Bärenmarkt von 1973 ist besonders interessant, da er von hoher Inflation begleitet wurde. Er ist mit einem Rückgang von 43 % von Januar 1973 bis Dezember 1974 der drittschlimmste in den Aufzeichnungen.
2000 Dann gab es den Bärenmarkt von 2000, als die Dotcom-Blase platzte. Der Dow fiel von Januar 2000 bis Oktober 2002 um 38 %.
2020 Der Bärenmarkt von 2020 war einer der schnellsten: Der Dow stürzte innerhalb von etwa sechs Wochen um 37 % ab, bevor er seinen vorherigen Höchststand innerhalb eines Jahres wieder erreichte.
Hoffentlich verringert dieses Wissen deine Unsicherheit bezüglich eines Bärenmarktes. Wenn du dich fragst: „Wie lange wird der Bärenmarkt dauern?“, bietet die Geschichte eine gute Orientierung. Ein Bärenmarkt ist nichts Neues; er ist schon oft passiert und wird wieder passieren.
Tipps: Was tun in einem Bärenmarkt?
Hier sind vier schnelle Tipps, wie du dich in einem Bärenmarkt verhalten solltest:
1. Investiert bleiben
Viele wissenschaftliche Studien zeigen, dass „Market Timing“ (den Hochpunkt verkaufen, am Tiefpunkt kaufen) extrem schwierig ist. Wenn wir bereits in einem Bärenmarkt sind, hast du wahrscheinlich die ersten 20 % des Rückgangs schon verpasst. Verkaufst du jetzt, realisierst du den Verlust. Zudem finden einige der besten Börsentage oft in der Nähe des Bodens statt – wer an der Seitenlinie wartet, verpasst diese Erholung oft.
2. Dollar-Cost-Averaging
Wenn du es dir finanziell leisten kannst: Investiere weiter. Wenn du langfristig anlegst, ist ein niedriger durchschnittlicher Kaufpreis ideal, um Jahre später die beste Rendite zu erzielen. Ein Bärenmarkt ist die beste Zeit, um deinen Durchschnittspreis zu senken, da die Märkte „im Angebot“ sind.
3. Umschichten (Rebalancing)
Wenn Aktienkurse fallen, sinkt ihr Anteil am Gesamtwert deines Portfolios. Um deinen geplanten Anlage-Mix (Asset Allocation) beizubehalten, müsstest du eigentlich mehr von dem kaufen, was an Wert verloren hat (Aktien), und etwas von dem verkaufen, was sich besser gehalten hat (vielleicht Anleihen). Das zwingt dich automatisch dazu, günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen.
4. Bärenmarkt-ETFs (Inverse ETFs)
Um von kurzfristig fallenden Preisen zu profitieren, könntest du Investments in Betracht ziehen, die steigen, wenn Aktien fallen. Bärenmarkt-ETFs sind besser bekannt als „Inverse ETFs“ (Short ETFs). Diese Fonds sind so konstruiert, dass sie Aktien in einem Index leerverkaufen, anstatt sie zu kaufen. Wenn der Index fällt, steigen diese ETFs im Wert.
Zusammenfassung
Ein Bärenmarkt ist eine schwierige Zeit. Die meisten Anleger fahren am besten damit, investiert zu bleiben, Dollar-Cost-Averaging zu nutzen (wenn möglich) und ihr Portfolio neu auszubalancieren (Rebalancing), wenn die Aktienquote zu niedrig geworden ist.
Häufig gestellte Fragen
F: Wie lange dauert ein Bärenmarkt?
Ein Bärenmarkt ist ein Markt, in dem die Preise fallen und Anleger verkaufen. Bärenmärkte können Monate oder sogar Jahre andauern und durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter wirtschaftliche Rezession, Inflation, Zinserhöhungen und politische Instabilität. Wenn ein Bärenmarkt beginnt, ist es schwer vorherzusagen, wie lange er anhalten wird. Anleger erleiden oft Verluste, weil sie zu spät aussteigen, um den Bärenmarkt zu vermeiden, oder zu früh wieder aussteigen, um vom nächsten Bullenmarkt zu profitieren.
F: Wie oft treten Bärenmärkte auf?
Die Häufigkeit von Bärenmärkten hängt von vielen Faktoren ab. Experten gehen jedoch oft davon aus, dass Bärenmärkte typischerweise alle drei bis fünf Jahre auftreten. Das bedeutet, dass Anleger im Durchschnitt mindestens einmal alle drei bis fünf Jahre mit einem Bärenmarkt rechnen müssen. Natürlich ist das nur ein Durchschnittswert: Es wird Jahre geben, in denen kein Bärenmarkt auftritt, und Phasen, in denen sich Ereignisse überschlagen.
F: Was ist ein Bärenmarkt bei Aktien?
Bärenmärkte können in jedem freien Markt auftreten, von Rohstoffen über Devisen (Forex) bis hin zu Staatsanleihen. Ein Bärenmarkt bei Aktien bedeutet konkret, dass die Aktienkurse über einen gewissen Zeitraum stark fallen. Es kann vorkommen, dass gleichzeitig ein Bärenmarkt bei Aktien und ein Bullenmarkt bei Anleihen herrscht – das ist sogar oft der Fall (Flucht in Sicherheit). Deshalb ist es vorteilhaft, ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien, Anleihen und Bargeld zu haben.
F: Was definiert einen Bärenmarkt?
Von einem Bärenmarkt spricht man, wenn der Aktienmarkt um 20 % oder mehr von seinem Höchststand fällt. Bärenmärkte können entstehen, wenn die Wirtschaft schwächelt oder wenn zu viel Optimismus herrschte und die Preise der Realität davongelaufen sind.
F: Was kündigt einen Bärenmarkt an?
Es gibt einige Schlüsselsignale, die auf einen bevorstehenden Bärenmarkt hindeuten können. Erstens: Wenn der Aktienmarkt einen anhaltenden Rückgang verzeichnet, ist das ein klares Zeichen für schwindendes Anlegervertrauen. Zweitens: Wenn Marktanalysten mehr bärische (negative) als bullische Prognosen abgeben, braut sich oft etwas zusammen. Schließlich sind schwächelnde Wirtschaftsindikatoren, wie ein verlangsamtes oder schrumpfendes BIP-Wachstum, ein starkes Signal dafür, dass ein Bärenmarkt bevorstehen könnte.
F: Was solltest du in einem Bärenmarkt vermeiden?
In einem Bärenmarkt fallen die Kurse und Anleger blicken pessimistisch in die Zukunft. Hier sind drei Dinge, die du vermeiden solltest:
1. Keine Panik - Es ist wichtig, ruhig zu bleiben und keine überstürzten Entscheidungen zu treffen.
2. Versuche nicht, den Markt zu timen - Es ist unmöglich zu wissen, wann der absolute Tiefpunkt erreicht ist.
3. Verliere nicht den Weitblick - Bärenmärkte dauern nicht ewig. Behalte deine langfristige Perspektive bei und gib deine Anlageziele nicht auf.
F: Welche Strategie ist im Bärenmarkt am besten?
Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass Bärenmärkte ein normaler und gesunder Teil des Investitionszyklus sind. Sie bieten die Gelegenheit, Vermögenswerte mit Rabatt zu kaufen, und die Chance, das Portfolio bei Bedarf neu auszubalancieren (Rebalancing). Zweitens ist eine langfristige Perspektive entscheidend. Kurzfristige Verluste sind zu erwarten, aber auf lange Sicht erholt sich der Markt in der Regel und wächst weiter.
F: Welche Sektoren steigen in einem Bärenmarkt?
In einem Bärenmarkt verkaufen Anleger typischerweise Aktien, die als riskanter gelten. Dazu gehören Sektoren wie Technologie, Energie und Finanzen. Es gibt jedoch Sektoren, die sich in Bärenmärkten oft gut halten. Dazu zählen das Gesundheitswesen (Healthcare), Versorger (Utilities) und Basiskonsumgüter (Consumer Staples). Diese Sektoren gelten als defensiv und bieten Anlegern in turbulenten Zeiten ein gewisses Maß an Sicherheit.
F: Wie profitierst du von einem Bärenmarkt?
Ein Bärenmarkt kann dir auf verschiedene Weise nützen. Erstens bietet er die Möglichkeit, Wertpapiere zu niedrigeren Preisen zu kaufen. Zweitens hilft er dir, deine Anlagestrategie zu schärfen und sicherzustellen, dass du in die richtigen Werte investierst. Drittens kann er dich zu einem besseren Investor machen, indem er dich zwingt, deine Entscheidungen zu hinterfragen und aus Fehlern zu lernen.
Verwandte Begriffe
Börsenzyklen (Stock Market Cycle): Das wiederkehrende Muster aus Marktexpansion (Bullenmärkte) und Marktkontraktion (Bärenmärkte), beeinflusst durch wirtschaftliche Bedingungen und die Stimmung der Anleger.
Marktkorrektur: Ein kurzfristiger Kursrückgang von mindestens 10 % gegenüber einem jüngsten Höchststand, der ihn von einem Bärenmarkt unterscheidet, welcher einen länger anhaltenden Abschwung darstellt.